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Das Wort Prüfung (mittelhochdeutsch brüeven im 12.
Jahrhundert aus altfranzösisch prover zu lat. probare für
gut/geeignet erachten; verwandt mit engl. prove und, weniger
direkt, proof) wird insbesondere in folgenden Zusammenhängen
verwendet:
* Prüfung von Personen zur Feststellung von Kenntnissen,
Leistungen, Fähigkeiten, in der Regel rechtlich durch eine
Prüfungsordnung geregelt.
* Prüfung von Dingen zur Feststellung normgerechter bzw.
vorgegebener Eigenschaften (Materialprüfung).
* Prüfungen von Prozessen und Abläufen (siehe auch Audit) zur
Feststellung ihrer Effizienz und Effektivität oder ihrer
Übereinstimmung mit einem Regelwerk (z. B. bei der
Zertifizierung)
* In der Literaturwissenschaft bedeutet Prüfung (auch
Examination) im Speziellen die (zeilenweise) Prüfung und Auswahl
verschiedener Lesarten.
* Prüfung (im Sinne der Organisation) ist eine nicht laufende
Überwachung, die aber nicht periodisch, sondern
situationsbedingt oder fallweise erfolgt.
Prüfungsformen
Man kann Prüfungsformen im wesentlichen in drei Typen
beschreiben:
* diagnostische Prüfungen
* prognostische Prüfungen
* Selektionsprüfungen
Die diagnostischen Prüfungen setzen sich zum Ziel anhand einer
Stichprobe aus dem Wissensinventar des Prüflings eine Aussage
über dessen aktuelle Kompetenz auf dem geprüften Sachgebiet
abzuleiten und diese zu zertifizieren. Diagnostische Prüfungen
sind somit typische Abschlußprüfungen.
Die prognostischen Prüfungen hingegen leiten aus der erhobenen
Stichprobe eine Aussage über den noch zu erwartenden Erfolg bei
der weiteren Ausbildung des Prüflings ab. Die Prüfungsaufgaben
müssen deshalb geeigneterweise auch so formuliert sein, daß sie
Aussagen über eine Entwicklungsprognose zulassen. Prognostische
Prüfungen sind somit typische Aufnahme- und Übergangsprüfungen.
Selektionsprüfungen hingegen testen negativ das fehlende Wissen
eines Prüflings und ignorieren dabei dessen möglicherweise
bestehende spezifische Kompetenz. Sie geben keinerlei
Kompetenzbeschreibung, sondern suchen gezielt nach Kandidaten
zur Auslese. Sie sind eigentlich keine Prüfungen im Sinne des
Begriffs, sondern bloße Auswahlinstrumente. Selektionsprüfungen
sind somit ein Mittel zur Kandidatenauswahl bei
Ressourcenknappheit. Auch ein Bildungsquiz ist ein typisches
Beispiel für eine Selektionsprüfung.
* Praktische Prüfungen
o Objective Structured Clinical Examination (OSCE)
o Objective Structured Practical Examination (OSPE)
* Mündliche Aufgaben
o Triple jump exercise (TJE)
* Schriftliche Aufgaben
o Multiple choice question (MC/MCQ; Wahlantwortverfahren)
o Essay question
+ Short essay question (SEQ, Kurzantwortverfahren)
+ Modified essay question (MEQ)
o Short answer question
o Schriftlich strukturierte triple jump exercise
* Sonstige
o Objective Structured Long Examination Record (OSLER)
Quelle: Wikipedia.de
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