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Aller Anfang ist schwer
In vielen Unternehmen ist der erste Tag kein Arbeitstag im
eigentlichen Sinne. Der neue Mitarbeiter wird meist von
Vorgesetzten oder Kollegen in der Firma herumgeführt. Ziel ist
es, einen ersten Eindruck vom Unternehmen, den Mitarbeitern und
Räumlichkeiten zu vermitteln. Je nach Tätigkeit erfolgt auch
bereits eine erste Einführung in die technische Infrastruktur
des Betriebs wie die Hard- und -software oder in die
Arbeitsmaschinen.
Informationen sammeln
Angesichts der vielen neuen Eindrücke sollte ein neuer
Mitarbeiter seine Gedächtniskapazität nicht überschätzen. Bei
der Erläuterung von Betriebsabläufen oder technischen Details
hilft es, gegebenenfalls Notizen machen. Das gleiche gilt auch
für Namen und Telefonnummern von Kollegen oder wichtigen
Ansprechpartnern. Viele Unternehmen halten speziell
zusammengestellte Infomappen bereit, die dem Einsteiger mit den
nötigen Basisinformationen zum Berufstart versorgen. Auch ein-
oder mehrtägige Gruppenseminare für neue Mitarbeiter werden von
vielen Arbeitgebern inzwischen angeboten. Wer nicht gleich von
seinem Arbeitgeber "an die Hand genommen" wird, dem empfehlen
Personalexperten selbstständig die erforderlichen Informationen
zu sammeln. Wichtig: Nur in den ersten Wochen gilt der
Anfängerbonus. Wer danach noch grundlegende Fragen stellt, fällt
negativ auf. Grundsätzlich gilt aber gerade in der Anfangszeit:
Keine Angst vor Fragen. Mit der Erfahrung und Unterstützung der
Kollegen können Probleme meist am schnellsten und effizientestem
gelöst werden.
Pünktlich und richtig gekleidet zum neuen Job
Gleich am ersten Tag sollte der Neuling einen guten Eindruck
hinterlassen. Pünktlichkeit ist daher selbstverständlich. Wer
sich im Vorfeld ausreichend über Strecke und Fahrzeit
informiert, erspart sich Hektik und böse Überraschungen am
Morgen. Sinnvoll ist es, ein ausreichendes Zeitpolster
einzuplanen, um unvorhersehbare Behinderungen wie Stau oder
verspätete Bahnen oder Busse zeitlich abzufedern. Vor dem ersten
Feierabend in der neuen Firma sollte man sich informieren, wie
die üblichen Arbeitszeiten im Unternehmen sind. Im Zweifel die
Kollegen fragen oder an ihnen orientieren. Die Kleidung sollte
bereits am ersten Arbeitstag dem Arbeitsumfeld angepasst sein.
Wer in einem Kreativberuf tätig ist, für den gilt ein anderer
Dresscode als für Banker. Im Zweifel vorher nachfragen. Wie die
Kleidung sollte auch das persönliche Erscheinungsbild (Rasur,
Haare und Fingernägel) gepflegt sein. Körpergeruch, Alkoholfahne
oder fettige Haare sind absolut verboten.
Richtiger Umgang mit Kollegen
Wissenschaftliche Studien haben erwiesen, dass Menschen bereits
in den ersten vier Sekunden des Kennenlernens über Sympathie und
Antipathie für andere entscheiden. Der erste Eindruck ist also
auch im Berufsleben extrem wichtig. Arbeitspsychologen raten,
freundlich, offen und mit einem Lächeln auf die neuen Kollegen
zuzugehen. Wichtig: Bereits beim ersten Treffen Namen und
Gesichter merken! Überhebliches Gehabe sollte ebenso vermieden
werden, wie schüchternes und introvertiertes Verhalten oder
Besserwisserei. Zwar sind angemessen vorgetragene
Verbesserungsvorschläge generell eine gute Sache und beim
Arbeitgeber gern gesehen, am ersten Arbeitstag in der Regel aber
eher kontraproduktiv. Die üblichen Umgangsformen gelten sowohl
im Kontakt mit Vorgesetzten und Kollegen wie auch im Umgang mit
hierarchisch Untergebenen.
Privates außen vor lassen
Duzen im Job ist solange Tabu, bis der Berufsanfänger die
Betriebssitten und Umgangsformen kennen gelernt hat oder das
"Du" angeboten wird. Zurückhaltend sollte der Firmenneuling auch
mit Gesprächen über private Angelegenheit sein. Gerade zum Start
kann man nicht wissen, auf welchen Kollegen man sich in dieser
Sache verlassen kann. Denn der Aufbau von Freundschaften braucht
in der Regel einige Zeit und kann nicht gleich am ersten
Arbeitstag "miterledigt" werden.
Geschenk
Meist wird einem als Geschenk von Verwandten oder Freunden als
eine kleine Aufmerksamkeit zur Aufmunterung für den ersten
Arbeitstag überreicht.
Quelle: ruv.de
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