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Als Belohnung wird die Anerkennung einer
lobenswerten Tat oder der Lohn oder das Geschenk für eine
Gegenleistung bezeichnet.
Formen
Die Belohnung kann in materiellen Dingen (Geld, Nahrung etc.)
oder aber in Belobigungen, anerkennenden Worten, Zuwendungen wie
Streicheln oder Ermutigungen bestehen. Der Belohnte selbst
empfindet teilweise eine Würdigung seiner Leistung durch die
Öffentlichkeit (Benotung, das Zurschaustellen eines guten
Werkstückes, die Freude eines Geholfenen o.ä.) bereits als
Belohnung.
Sonderform
Eine besondere Form der Belohnung ist die von privater Seite
oder öffentlicher Hand ausgesetzte Belohnung für Hinweise auf
ein Verbrechen, die zur Verhaftung und Verurteilung eines
Delinquenten führen. Diese Belohnung in Form von Geld wird meist
auf Steckbriefen angekündigt. Aber auch Belohnungen für die
Wiederbeschaffung eines verlorenen oder gestohlenen Gegenstandes
sind häufig anzutreffen (siehe dazu auch Finderlohn). Bei
unverkäuflichen gestohlenen Objekten (Gemälde, Schmuck) setzen
Diebe sogar auf die Belohnung der Versicherungen für die
Rückgabe.
Belohnung in der Dressur
Die Klassische Konditionierung von Tieren arbeitet ebenfalls mit
Belohnungen. Bei dieser Art der Dressur spielen hauptsächlich
Belohnungen in Nahrungsform eine entscheidende Rolle.
Anerkennung
Anerkennung meint die Erlaubnis einer Person oder einer Gruppe
gegenüber einer anderen Person, Gruppe oder Institution, sich
mit ihren derzeitigen spezifischen Eigenschaften an der
Kommunikation oder anderen gesellschaftlichen Prozessen zu
beteiligen.
Der Begriff Anerkennung wird auch als Synonym für Akzeptanz, Lob
oder Respekt verwendet.
Gegenseitige Anerkennung ist notwendig für jede Art von
Zusammenleben, z. B. in der Ehe, in einer Schulklasse oder auch
im Beruf. Wird ein Gruppenmitglied nicht anerkannt, gerät es
schnell in Gefahr, zum Außenseiter zu werden.
Psychologie
In der Psychologie geht man teilweise davon aus, dass die
Anerkennung, im Sinne von Bestätigungen, Akzeptanz etc. einen
Einfluss auf das Selbstwertgefühl eines Menschen hat.
Politik
Der Ausdruck Anerkennung bezeichnet die völkerrechtliche
Akzeptanz eines politischen Systems als Staat sowie den Beginn
bzw. den Vollzug diplomatischer Beziehungen. siehe:
Diplomatische Anerkennung
Philosophie
Einen ersten Versuch der Systematisierung des
Anerkennungsbegriffes leistete wohl Johann Gottlieb Fichte in
seiner Naturrechtslehre. Wie Alexandre Kojève als erster
hervorgehoben hat, spielt der Begriff dann vor allem bei Georg
Wilhelm Friedrich Hegel eine zentrale Rolle. Anerkennung sei zur
Bildung des Selbstbewusstseins notwendig. Das soll bedeuten,
dass niemand für sich selbst diese Entwicklungsstufe erreichen
kann. Erst wenn mehrere „Bewusstseine“ aufeinandertreffen,
ereignet sich das, was Hegel „Bewegung der Anerkennung“,
„Dialektik der Anerkennung“ oder „Kampf um Anerkennung“ nennt.
Dieses Konzept entwickelt er in seiner „Phänomenologie des
Geistes“ im Kapitel „Selbständigkeit und Unselbständigkeit des
Selbstbewusstsein; Herrschaft und Knechtschaft“. Folgenschwer
hat Karl Marx daran anknüpfend sein Modell des Klassenkampfes
entwickelt. Im 20. Jahrhundert beeinflusste es psychoanalytische
Entwürfe (Jacques Lacan) sowie die Sozialphilosophie von Axel
Honneth.
Lob
Lob (mit langem Vokal) ist eine soziale Anerkennung einer
Leistung. Sie dient u.a. der Motivation der gelobten Person, um
das gezeigte Verhalten fortzuführen bzw. das Bemühen
intensivieren.
Der Wert der Anerkennung beruht auf der Kompetenz oder Macht des
Lobenden und auf seiner Seltenheit. Gegenbegriff zum „Lob“ ist
der „Tadel“.
Als vergiftetes Lob wird eine Kritikform verstanden, in der sich
die wahren Absichten erst durch den unmittelbaren Kontext
erschließen. Oftmals in Form distanzierender Zusätze, wie in der
Verwendung scheinbar neutraler Adjektive, zu beobachten.
* Beispiel: „Das geschickte und auf einen nachhaltigen Eindruck
in der Öffentlichkeit bedachte Handeln des X hat zumindest
seinem Bekanntheitsgrad nicht geschadet.“
Aus dem Gegenschluß zur subtilen Verwendung von zumindest kommt
zum Ausdruck, dass aus Sicht des so Lobenden das bezeichnete
Handeln im Übrigen Schaden angerichtet habe.
In der Schachkomposition ist „Lob“ eine standardisierte Form der
Anerkennung. In der Literaturgeschichte führt der
mittelhochdeutsche Dichter Heinrich von Meißen ausdrücklich den
Ehrennamen „Frauenlob“.
Eine Lobpreisung ist ein religiöses Ritual; vgl. Opfergabe.
Lobbing
Lobbing, pseudo-anglizistischer Begriff, angelehnt an Mobbing
und Bossing, abgeleitet von Lob im Sinne von Belobigung.
Erfunden wurde er wohl durch Betriebspsychologen. Hierbei wird
ein (i.A.) untergebener Mitarbeiter hochgelobt, um ihn aus dem
Unternehmen zu entfernen. Er wird befördert ohne finanziell auch
entsprechend der Stelle und des Ranges entlohnt zu werden.
Dadurch wird der betroffene Mitarbeiter unzufrieden und sucht
sich einen neuen Arbeitsplatz bzw. wird leicht abgeworben. Dies
wird insbesondere in Führungsetagen angewendet.
Nach einer Studie des US-amerikanischen Psychologen Charlie O.
Trevor von der University of Wisconsin verlassen so belobigte
Mitarbeiter nach durchschnittlich zwei Jahren ihr Unternehmen,
als schlecht eingestufte Mitarbeiter die nicht „hochgelobt“
wurden, erst nach vier Jahren.
Großer Nachteil ist auch eine mögliche einhergehende
Demotivierung guter aber eben nicht „hochgelobter“ Mitarbeiter.
Lobbing ist nicht zu verwechseln mit Lobbying.
Quelle: Wikipedia.de
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